Wie erwartet hat die EU-Kommission (mit Zustimmung des österreichischen Kommissars aber ohne jene des EU-Parlaments oder gar eines nationalen Parlaments) vor ein paar Tagen sechs neue Gen-Maissorten zugelassen. Angeblich nicht für den Anbau, sondern "nur" für den Import durch jene Firmen, die noch immer mit der Gentechnik-Mafia zusammenarbeiten. Es gibt aber keinen vernünftigen Grund, dies auch zu glauben. Denn wenn es um die Verbreitung der Gentechnik geht, wird seit eh und je geheuchelt und gelogen, dass sich die Balken biegen. Und wenn es nicht anders geht, dann kommt das Teufelzeug halt "unabsichtlich" auf den Acker, was vor kurzem erst in großem Stil in Deutschland geschehen ist.
Gentechnik am Acker ist aber genau so grenzenlos wie die radioaktiven Strahlen eines defekten Atommeilers. Denn die Bienen und der Wind lesen keine EU-Vorschriften. Dass "Österreichs Felder auch in Zukunft gentechnikfrei bleiben", wie Landwirtschaftsminister Berlakovich im "Freien Wort" der KRONE beteuerte, ist daher nur frommes Wunschdenken.
Denn spätestens nach der ersten Blüte der gerade in Brüssel zugelassenen sechs neuen Gen-Maissorten sind alle unsere Felder entlang der tschechischen und slowenischen Grenze akut gefährdet. Denn dort sind die Atom- und Gentechnik-Fetischisten zu Hause.
Und so lange wir gegen den Auftrag von 93 % der Österreicher Jahr für Jahr rund 600.000 Tonnen Gen-Soja importieren und dann größtenteils über die Raiffeisen-Lagerhäuser in die Futtertrögen unserer Nutztiere schleusen, dürfen wir uns nicht einmal aufregen. Denn das Teufelszeug wird im Magen der Tiere nicht vollständig abgebaut und landet somit ohnehin schon jetzt auf unserem Teller!
Die verheerenden Auswirkungen der Gentechnik sind nach 15 Jahren Praxiserfahrung in aller Welt nicht länger zu verheimlichen. Es ist jetzt hoch an der Zeit, mit diesen, so nicht vorhersehbaren Entwicklungen ordentlich umzugehen.
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